
Blumenvasen weg und los – Spielideen für den Winter
Der Spieltrieb unserer
Hunde resultiert aus ihrem Bewegungs- und Betätigungstrieb, er ist den Hunde
angeboren und soll sie aufs (Über-) Leben vorbereiten (Beutespiel). Die richtige
Nutzung der Spielbereitschaft bzw. der angeborenen Triebe liegt jedoch in der
Hand des Hundehalters. Heutzutage wollen wir den Hund sinnvoll beschäftigen,
indem wir ihn geistig und körperlich fordern und seiner Verfassung entsprechend
vor interessante Aufgaben stellen. So können wir Verhaltensstörungen, die aus
Langeweile und Unterforderung heraus entstehen, vermeiden. Gemeinsames Spielen
fördert das gegenseitige Verständnis zwischen Mensch und Hund und stärkt deren
Bindung aneinander. Im Spiel lernen Hund und Mensch die gegenseitige Gestik und
Mimik kennen und Stimmungen und Vorlieben des anderen Partners zu deuten.
Darüber hinaus macht Spielen einfach Spaß!!! Aus all diesen Gründen habe ich
Spielideen für die langen kalten Wintermonate zusammengestellt:
Suchspiele:
-
Setzen Sie Ihren Hund ab und legen Sie 2
ausrangierte Nudelsiebe o.ä. kopfüber vor ihn. Dann zeigen Sie Ihrem Hund ein
Leckerli und verstecken dieses mit großer Zeremonie unter einem der beiden
Siebe. Schieben und tauschen Sie die beiden Siebe einige Male hin und her.
Dann erst geben Sie Ihrem und ein Kommando zum Suchen.
-
Setzen oder legen Sie Ihren Hund ab und
werfen Sie mit großer Gestik möglichst viele alte Socken auf einen Haufen.
Zeigen Sie Ihrem Hund ein Wurststückchen und Lassen Sie es dann in einem der
Socken verschwinden. Mischen Sie die Socken kräftig durch und geben Sie dann
ein Suchkommando. Hat Ihr Hund die richtige Socke gefunden, bekommt der ein
Leckerli. Besonders gute Suchhunde können auch einen von Ihnen getragenen
Socken (ohne verstecktes Leckerli) aus einem Haufen frisch gewaschener Socken
heraussuchen!
-
Setzen oder legen Sie sich zu Ihrem Hund
auf den Boden und verstecken Sie ein (eher kleines) Lieblingsspielzeug
irgendwo an Ihrem Körper (unter dem Bein, hinter dem Rücken, im Hosenbein,
unter dem Pulli, …) und lassen Sie Ihren Hund suchen. Zur Belohnung wird dann
ausgiebig mit dem Spielzeug gerangelt.
-
Legen Sie Ihren Hund in einer etwas
abgelegenen Ecke Ihrer Wohnung ab, nehmen Sie ein stark riechendes Leckerli
und verstecken Sie es an einem für den Hund auffindbaren und erreichbaren
Platz (hinter Möbeln, unter dem Teppich, …). Gehen Sie zurück zum Hund und
geben Sie ein Suchkommando. Mit Ihrer Hilfe (z.B. Handzeichen, …) lasse Sie
den Hund das Leckerli suchen. Ist es gefunden, wird er kräftig gelobt und darf
die Wurst verputzen.
-
Verstecken Sie ein Spielzeug unter einer
Decke und zerwühlen Sie diese ein bisschen. Geben Sie dann ein Suchkommando
und lassen Sie Ihren Hund stöbern. Danach wird sofort wild mit dem gefundenen
Spielzeug gespielt.
-
Auf die gleiche Weise können Sie z.B. auch
eine Lachsack verstecken, den der Hund nach Gehör suchen muss.
Haushaltsspiele:
Lassen Sie sich von Ihrem Hund im Haushalt helfen:
-
Lassen Sie ihn Kübel oder (saubere)
Putzfetzen apportieren.
-
Lassen Sie ihn den Wäschekorb bewachen,
während Sie Wäscheklammern holen.
-
Fordern Sie ihn auf, zusammengesteckte
Sockenpaare in einen Korb zu werfen.
-
Lassen Sie ihn einen kleinen Besen oder die
kleine Mistschaufel zum Ort eines Malheurs tragen, bevor Sie die Bescherung
damit beseitigen.
-
Schicken Sie Ihren Hund mit der
Schmutzwäsche zum Wäschekorb.
-
Nach dem Spielen kann Ihr Hund ruhig auch
mal seine Spielsachen in die Spielzeugkiste zurücktragen – also selbst
aufräumen.
-
Für besonders geduldige Hundeführer ist
eine Erweiterung dieser Übung möglich: Geben Sie den Spielsachen
unterschiedliche Namen und der Hund muss genau das richtige Spielzeug zur
Kiste tragen. Aber überfordern Sie Ihren Hund dabei nicht – er muss erst
langsam mit 2-3 Spielsachen erlernen, was ein Ball, ein Kong oder eine Puppe
ist!!!
-
Bringen Sie Ihrem Hund bei, früh morgens
gemeinsam mit Ihnen die Zeitung aus dem Briefkasten zu holen und sie ins Haus
zu tragen.
-
Eine besonders wichtige Aufgabe für jeden
Hund, der etwas auf sich hält, ist auch das Zerkleinern – auch Zerfetzen
genannt – von Kartonagen, leeren Klorollen oder Haushaltsrollen, die danach
sowieso viel besser in die Altpapiertonne passen. (Vorsicht bei Kartonagen mit
Metallklammern!).
Ziehspiele:
Jede Art von Ziehspielen
mit Fetzen, ausrangierten Handtüchern, abgeschnittenen Beinen alter Hosen, …
sind immer noch der Renner unter den Hundespielen.
Zum Schluss noch ein
Tipp: Bauen Sie in jeden Spaziergang Spielrunden ein – Ihr Hund wird begeistert
sein.
nach oben
zurück zu Zeitungsartikel
|